august 2011

schweden - auf dem fluss

5 Jungs und ein Floss

Ein Floss selber zu bauen und dann sich mit diesem durch die wilde Natur treiben lassen, dass war die Idee. Diese entstand mit meinen Kollegen Tinu und Reto. Weiter belgeiteten uns Andrea sowie André, der Bruder von Tinu. Auf dem Fluss Klarälven in Värmland in Schweden wird dies von Vildmark i Värmland, ein Outdoorexperience Spezialist angeboten. Die 5 unbarmherzigen Flosspiraten stürzen sich ins nordische Abenteuer:

Ankunft in Stockholm

14. August 2011

Ankunft in Stockholm ca. um 09.00 Uhr, danach übernehmen wir unseren Mietwagen und fahren zum ca. 350 Kilometer nördlich gelegenen Ausgangspunkt in Gunnerud. Um 17.00 Uhr werden wir über die Flossfahrt instruiert, lernen Knöpfe für den Flossbau, erhalten Informationen über die Tücken des Flusses und nehmen weitere Ausrüstungsgegenstände (nebst den Zelten, Gaskochern, Küchen- und Outdoorequipment, welches wir selber mitgebracht haben) entgegen. Wir übernachten in unseren Zelten auf dem Campingplatz.

Auf geht's ins Abenteuer

15. August 2011

Um 05.30 Uhr sind wir bereits auf den Beinen und verpacken unser gesamtes Material und Kleider in wasserdichten Seesäcken. Anschliessend wird alles in Lastwagen verstaut und wir fahren zum 100 Kilometer nördlich gelegenen Ausgangspunkt in Branäs. Am Ufer liegen bereits aufgestapelt die 3 Meter langen Stämme mit unterschiedlich grossen Durchmessern, welche wir nun nur mit Hilfe von Seilen zu einem Floss zusammenbauen. Knochenarbeit und dies bei strömenden Regen und kühlen Temperaturen. Ca. um 14.30 Uhr legen wir mit unserem 2.5 Tonnengefährt sowie einem Kanu los. Das erste Anlegen auf einer Insel inmitten des Flusses gestaltet sich als schwierig. Nebst einem ungewoltem Bad von André legen wir erst 200 Meter nach der gewünschten Anlegestelle an mittem im Gebüsch an. Bei strömendem Regen bauen wir das Camp auf und lassen den Tag mit feinem Essen ausklingen.

Eingespieltes Team

16. - 18. August 2011

Schnell hat sich unser Team eingespielt. Während die einen das Zelt aufstellen und die Schlafmatten aufpumpen, wird vom Küchenteam das Abendessen vorbereitet. Die Tage auf dem Floss sind alles andere als langweilig: Nebst kleineren Kanuausflügen, Fischen, Lesen, Floss manövrieren, Schlafen und Essen, wird sehr viel gelacht und geplaudert. Der gleichmässige Flussverlauf des Klarälven ist einzigartig. Wir lassen unser Floss von der einen zur anderen Flussbiegung treiben und befinden uns inmitten eines grossartigen Naturerlebnisses. Nebst Sandbänken hat es zum Teil auch Steine im Fluss, wir müssen also ständig auf der Hut sein und Vorausschauend fahren. Die Anlegemanöver funktioneren mittlerweilen auch bestens. Das 2er-Kanuteam geht vorgänging Auskundschaften, kommt anschliessend retour und ca. 800 Meter vor der Anlegestelle beginnen wir unser Kolloss auf die richtige Uferseite hin zu steuern. Meistens treffen wir auf schöne, wenig besetzte Campingplätze und kommen jeweils doch noch in den Genuss einer wohltuenden Dusche. Nebst 2 Hechten, welche wir selber gefangen haben, gönnen wir uns ein gutes Stück Fleisch, Reis oder auch mal nur Teigwaren mit improvisierter Sauce. Die Abende sind bereits sehr herbstlich und kühl.

Dem Ende entgegen

19. August 2011

Wir sind schneller als erwartet. Hat auch damit zu tun, dass der Fluss extrem viel Wasser führt. Dies kam uns aber auch zu Gute, denn selten hatten wir Probleme mit Sandbänken oder Steinen. Einmal sind wir auf einen Fels aufgelaufen und durch mühseliges umplatzieren der Materialkisten und umverlagern des Gewichtes konnten wir uns glücklicherweise befreien. Eher die über das Ufer ragenden Äste wurden zeitweise zum Problem und rissen unsere unverzichtbaren Piratenflaggen vom Zeltaufbau. Wir konnten diese aber mit Tape wieder befestigen. Mit dem Wetter hatten wir ab dem 2. Tag auch etwas mehr Glück und wir blieben weitgehend von weiteren starken Regenfällen verschont. Schweren Herzens kommen wir wieder in Gunnerud an und bauen unser Floss mit Wehmut auseinander. Was wir mit viel Energie und Kraft zusammengebaut haben, wird innert Minuten Stamm für Stamm dem Fluss übergeben. Das Holz wird weiter südlich in einer Holzfalle aufgefangen und für die nächsten Flossbauer nach Branäs gefahren, wo sicherlich neue, spannende Flossgeschichten entstehen.

Die letzten Tage

20. - 21. August 2011

Da wir nun etwas mehr Zeit für die Rückreise haben, besichtigen wir noch Karlstad, welches ganz in der Nähe von Gunnerud liegt. Fahren danach ein Teil der Strecke zurück nach Stockholm. Da übernachten wir in einem Mökki auf einem Campingplatz. Am Rückreisetag besichtigen wir noch 2 Kletterhallen in Stockholm, bevor es dann wieder zurück in die Schweiz geht.